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Führung beginnt immer bei sich selbst.
Nur wer in der Lage ist sich zu führen, kann auch andere führen.

Prof. Matthias Kohlmann

Der Künstler und Professor Mathias Kohlmann entwickelte mit dem Kurs „Artistic Project“ ein Unterrichtsmodell fernab der sonst gängigen Vorlesungen. Durch ein interessantes Zusammenspiel aus dem Analysieren von philosophischen Texten, One-Minute Sculptures und spontanen Kunstausstellung wurde nach und nach das Ziel dieses Seminars erkennbar: gnṓthi sautón, oder zu deutsch Erkenne dich selbst.
Das Resultat wurde in Form einer Ausstellung präsentiert. 14 überlebensgroße Portraits mit selbstbewussten Statements luden mit davor angebrachten Kopfhörern zum Vier-Augen-Gespräch.

Durch das Aufsetzen der Kopfhörer, der unmittelbaren Nähe zum Portrait und der Positionierung auf Augenhöhe, entsteh eine Situation, welche einem intimen Gespräch ähnelt. So wie man es normalerweise nur mit dem Partner oder einem engen Freund führt.
Nach Außen präsentiert man sich immer kompetent, selbstbewusst und voller Tatendrang. Vor allem junge Gestalter tragen ihr Portfolio wie ein Schutzschild vor sich her, um ihr Können zur Schau zu stellen.

Das selbstbewusste Statement ist als indirekte Analogie zu diesem Vorgehen zu betrachten. Doch jeder Mensch hat Probleme, Selbstzweifel und auch Schwächen. Durch Selbstreflexion, und der Beschäftigung mit sich selbst und seiner Vergangenheit, können die Ursachen für viele Handlungen in der Gegenwart erklärt und verstanden werden. Nur wer diesen Prozess intensiv betreibt ist in der Lage sich selbst zu führen.